The Quest

Donnerstag, 20. März 2008

Die unsäglich aufwendige Entblössung der Anna-Lena

Aaaalso, hier ist mal wieder einer, so ein Text von mir. Recht unbearbeitet, dafür aber auch recht grauslig, es eignet sich wohl kaum als Gute Nacht Geschichte für Klein Lisa. Über so Sachen wie "du hast da ein 'e' und dort ein komma zu viel" freue ich mich sehr, über "du bist doch psychisch krank" eventuell auch. Kommt immer darauf an, wer es sagt.



Am Dienstag Nachmittag hat Anna-Lena entschieden, sich vor ihrem Freund zu entblössen. Er war ein durch und durch wüster Mann mit gelben Zähnen und ohne Manieren. Er furzte und rülpste der Öfteren und Anna-Lena gefiehl das gar wenig, aber da er die Miete bezahlte, musste sie ihn wohl oder übel ertragen, worüber sich ihre Mitarbeiterinnen sehr zu amüsieren wussten.
Sie bereitete sich sehr gründlich darauf vor, auf das entblössen, sie rasierte sich zum Beispiel ihre Brust äusserst penibel (und was für eine herrlich behaarte Brust es doch war!) und färbte sich ihre Achselhaare in einem entzückendem hellgrün, weil sie glaubte, dass das einerseits gerade in Mode war und auch recht gut zu ihrem Teint passte. (Das Wort Teint sprach sie immer sehr scheusslich aus, aber das mag wohl kaum verwundern).
Nur bei ihren herrlich gekrausten Schamhaaren wusste sie keinen Rat und so besuchte sie ihre Tante, weil die sehr schlau war und eigentlich immer einen Rat wusste. Allerding genierte sich die Anna-Lena ein wenig, als sie dann in der guten Stube der Tante hockte und von Zierdeckchen geradezu umzingelt war (von der Puppensammlung der Tante sag ich gar nichts, weil die mir viel zu grosse Angst machte!) und brachte keinen Ton heraus. Die schlaue Tante (Barbara war übrigens ihr Name) schlug ihr vor, die Sachlage pantomimisch darzustellen, was sehr gut klappte, weil Anna-Lena hier für nur ihre Hosen ausziehen musste. Die Tante sah das Problem sofort (jedenfalls nachdem sie ihre Lesebrille aufgesetzt hatte) und rannte geschwind ins Badezimmer, um die ganze antike Lockenwicklersammlung zu holen (das folgende Szenario war dann aber so äusserst brutal, dass Kleinkinder hier besser mit Lesen aufhören sollten). Zuerst hat die Tante die Lockenwickler auf den Ofenrost gepackt, schön in Reih und Glied und nach Grösse geordnet, dann hat sie sich mit der alten Metallbürste ans Entwirren der kräusligen Haare gemacht, dabei aber so fest gedrückt, dass sie der Anna-Lena die zarte Schamhaut zerkratze. Es blutete recht stark und die Schmerzen trieben der Anna-Lena die Tränen in die Augen und alsbald heulte sie gar jämmerlich drauf los, aber die Tante interessierte sich recht wenig dafür und zeigte ihre eigenen Kammnarben her, die wirklich sehr prachtvoll waren! Allerdings hat die Quälerei hier nicht geendet, denn nun mussten ja noch die Lockenwickler hineingewickelt werden und die waren so fürchterlich heiss, dass es nur so rauchte und die arme Anna-Lena sich vor Schmerz glatt das linke Ohrläppchen abriss (aber sie hatte lange Haare, so fiel es niemandem wirklich auf)! Am Schluss hatte sich aber das schamhafte Gestrüpp dann doch in schöne Zapfenlocken drehen lassen (die zufällig in einem blutroten Schimmer glänzten) und die Tante war sehr zufrieden mit dem Resultat. Die Anna-Lena gab der Tante noch ein grosszügiges Trinkgeld (denn insgeheim hatte sie die Schmerzen doch recht genossen), zog ihre Hosen wieder an und machte sich auf den Weg nach Hause. Auf der Strasse schauten sie aber alle richtig entsetzt an und sie bemerkte, dass sich ein Blutflecken in ihren Schritt breitmachte, aber sie dachte sich, dass man das ja auch eher als Regelblutungen interpretieren könnte und sie sich dafür nicht zu schämen brauchte.
Zuhause angekommen, hatte sie noch kurz Zeit, einen Schlüpfer zu suchen und anzuziehen, der noch nicht all zu viele Mottenlöcher aufwies, und dann stürmte schon der Freund der Anna-Lena zur Tür herein, denn er wollte seinen scharfen Hasen (so nannte er sie oft, weil er dachte, dass sie das bestimmt sehr toll fand, aber bei Anna-Lena führte das leider nur zu Brechreiz) nun endlich einmal unverhüllt sehen (man muss sich nur mal vorstellen, wie unglaublich kompliziert sich der Geschlechtsverkehr bis jetzt gestaltet hatte!) und geiferte vor Vorfreude munter vor sich hin.
Nun kam der grosse Auftritt der Anna-Lena: sie stellte das Radio an, weil sie auf musikalische Unterstützung hoffte, aber leider lief gerade nur die Qualifikation der Vier-Schanzen-Tournee, was zu recht spastischen Stripteasebewegungen der Anna-Lena führte, die sowieso recht ungelenkig war, aber dem Freund hat das umso mehr gefallen! Er hat sich so darüber gefreut, dass die Schamhaare so schön gelockt waren und dass sein Lieblingsskispringer (in den er insgeheim verliebt war) so gut von der Schanze gesprungen war, dass er sich gar keinen schöneren Moment vorzustellen vermochte, worüber die Anna-Lena sich dann auch sehr freute.

Donnerstag, 13. März 2008

noch ohne titel

Am unteren Treppengeländer hatte sich letzten Monat ein gelb-grünlicher Schimmelflecken breit gemacht, der gar so arg nach widerlich synthetischem Vanillearoma roch, dass die tüchtige Hausfrau Bakmuschkar (die von allen immer nur „Muschki“ genannt wurde, was ihr so gar nicht gefallen mochte, aber irgendwie schien nicht mehr viel dagegen zu machen zu sein, also liess sie es mit einem Seufzer eben doch geschehen) gar nicht anders konnte, als hier und dort an den Rändern des geschimmligen Gebildes (und sie freute sich sehr, dass sie so eine tolle Alliteration gefunden hatte, obwohl es „geschimmlig“ ja gar nicht gibt, aber das war ihr herzlichst egal) mit einem Schwamm herumzuschrubben, dass ihr vor Anstrengung die Röte in die Backen schoss. Allerdings hielt der Schimmelflecken von dieser Attacke gar wenig, denn er selbst hatte ja auch nie einfach so an der Bakmuschkar herumgeschrubbt und wollte jetzt auch nicht einfach so damit anfangen, darum überlegte er recht übereifrig, wie er sich an der schrubbig-ruppigen Hausfrau denn sonst irgendwie rächen sollte. Leider wollte ihm nichts allzu gescheites einfallen und somit entschied er sich eines Abends, als die Muschki gerade am Zähne putzen war, seine Koffer zu packen und vom Treppengeländer wegzuziehen, wohin wurde ihm aber auch nach reiflichen Überlegungen nicht wirklich klar und so ganz unklar irgendwohin gehen, das wollte er dann doch auch nicht, so hat er dann seine Koffer wieder ausgepackt und ist dann doch unter dem Treppengeländer hocken geblieben, worüber er sich äusserst arg ärgerte und sich sagte, dass er zur Strafe von nun an die Schrubbattacken der Bakmuschkar ganz ohne Murren ertragen müsse, worüber sich allerdings beide nicht wirklich zu erfreuen wussten, aber so ist das Leben halt. (Des weiteren haben beide einstimmig entschieden, dass hier ein “...und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute” total unangebracht sei, also verzichtet der Autor, ein kleiner Mann mit einem durch und durch purpurroten Bart (und der hat auf seinen Bartkamm so sehr abgefärbt, dass dieser jetzt auch schon purpurrot ist), in seiner unendlichen (so findet er jedenfalls) Nettigkeit nur ganz leicht protestierend darauf.

Freitag, 15. Februar 2008

spontan...

Und irgendwie bin ich nienie zufrieden mit meinem Geschreibse, aber hier schon.

-almost touch typing-

his skull cracked and
green strings flew out
like worms in outer space
he laughed
it tickles, he said

where is the mayonaise?
the worms asked
i don't have it on me
i answered and hid
the jar behind my back

they turned orange
which surely meant danger
we want the jar
they sizzled like snakes
we want the jar, again

it's near, but you
won't get the jar
and i threw it out
of the eye-shaped window
then they died

Donnerstag, 31. Mai 2007

Es reimt und ist alles andere als für die Uni arbeiten!



Heribert sitzt vor dem Puter,
denkt an Wein (s'ist ein guter!)
Sehnt sich nach Elfriede,
btw, Zaba war doch echt frigide?!
Kratzt sich am A**** und auch am Ohr,
verflucht den Mückensummsechor.
Ach Zoe,
du nervst wie Flöhe.

Oder ganz speziell für meine Göttergattin, ein unreiner Reim:

Auf die Fliege
haut Elfriede.

Montag, 19. März 2007

Ja? Nein?

Also manchmal juckt es mich in den Fingern, mich literarisch zu betätigen und ich habe mir mal etwas überlegt, das allerdings ziemlich lächerlich klingt. Eine Reihe von Kurzgeschichten, immer vorangehend mit einem Wittmungsgedicht. Weil ich aber selbst meine Texte nicht allzu toll finde, schwanke ich hier noch.... Aber vielleicht lasse ich die Leser entscheiden? Ja? Also gut! Ich beginne mal mit dem ersten Wittmungsgedicht, denn die erste Geschichte ist diesem Herrn gewidmet, viel Spass damit:

Es war ein kleiner Gnom, wie wunderbar!
doch er boxt öfters mal, der böse Zwerg,
säuft ein kühles Bier in einer Bar,
aus seinem rosa Sack da quillt ein ganzer Berg,
von alten Blättern unwichtigster Natur!
Er träumt von einer Mondkanone,
Kanonenschuss den spielt es nur,
sein Klavierspiel, das ist auch nicht ohne.


Und Herr Kanonenschuss, was halten Sie davon?

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