noch ohne titel

Am unteren Treppengeländer hatte sich letzten Monat ein gelb-grünlicher Schimmelflecken breit gemacht, der gar so arg nach widerlich synthetischem Vanillearoma roch, dass die tüchtige Hausfrau Bakmuschkar (die von allen immer nur „Muschki“ genannt wurde, was ihr so gar nicht gefallen mochte, aber irgendwie schien nicht mehr viel dagegen zu machen zu sein, also liess sie es mit einem Seufzer eben doch geschehen) gar nicht anders konnte, als hier und dort an den Rändern des geschimmligen Gebildes (und sie freute sich sehr, dass sie so eine tolle Alliteration gefunden hatte, obwohl es „geschimmlig“ ja gar nicht gibt, aber das war ihr herzlichst egal) mit einem Schwamm herumzuschrubben, dass ihr vor Anstrengung die Röte in die Backen schoss. Allerdings hielt der Schimmelflecken von dieser Attacke gar wenig, denn er selbst hatte ja auch nie einfach so an der Bakmuschkar herumgeschrubbt und wollte jetzt auch nicht einfach so damit anfangen, darum überlegte er recht übereifrig, wie er sich an der schrubbig-ruppigen Hausfrau denn sonst irgendwie rächen sollte. Leider wollte ihm nichts allzu gescheites einfallen und somit entschied er sich eines Abends, als die Muschki gerade am Zähne putzen war, seine Koffer zu packen und vom Treppengeländer wegzuziehen, wohin wurde ihm aber auch nach reiflichen Überlegungen nicht wirklich klar und so ganz unklar irgendwohin gehen, das wollte er dann doch auch nicht, so hat er dann seine Koffer wieder ausgepackt und ist dann doch unter dem Treppengeländer hocken geblieben, worüber er sich äusserst arg ärgerte und sich sagte, dass er zur Strafe von nun an die Schrubbattacken der Bakmuschkar ganz ohne Murren ertragen müsse, worüber sich allerdings beide nicht wirklich zu erfreuen wussten, aber so ist das Leben halt. (Des weiteren haben beide einstimmig entschieden, dass hier ein “...und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute” total unangebracht sei, also verzichtet der Autor, ein kleiner Mann mit einem durch und durch purpurroten Bart (und der hat auf seinen Bartkamm so sehr abgefärbt, dass dieser jetzt auch schon purpurrot ist), in seiner unendlichen (so findet er jedenfalls) Nettigkeit nur ganz leicht protestierend darauf.
Mlle Diff (anonym) - 13. Mrz, 22:58

Lüge, alles Lüge!
Der plöde Schimmelfleck hat sich unsichtbar gemacht und hockt schon seit MONATEN im Zimmer meiner Ex-Mitbewohnerin imfall würkli!
Ich habe alles probiert, alles gegeben, aber es nützt einfach gar nix!!!!
Ezz ist das Zimmer halt abbschlosse, um die Diffusion der Ester zu vermindern.

strandi - 14. Mrz, 13:12

erwischt!

aber naja, inspiration holt man (frau bestimmt auch) von überall her.

vielleicht solltest du dich mit dem flecken einfach mal aussprechen. das hätte die muschki auch am besten gemacht.

und den schimmelflecken zu beleidigen hilft bestimmt auch nicht gerade. er hat einen doktor in fluoreszenz, zu deiner information!

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