LiveJournal?

Manchmal finde ich ja, dass ich hier mal mehr über meinen Alltag und so schreiben könnte.... Problem dabei ist, dass ich ganz selten mal etwas spannendes mache und ich darum auch nichts zu verbloggen habe. Ich lese viel, aber das ist doch auch nicht bloggenswert.....oder doch? Denn eigentlich könnte ich ja auch mal meine Meinung zu den Büchern schreiben, die ich so lese. Die neue Kategorie heisst also "Buch-Bla!" und mit diesem Beitrag fange ich gleich mal an. Das folgende Buch ist Teil eines Kurses, den ich nächstes Semester besuchen werde, ich habe es aber jetzt schon gelesen:

"Never Let Me Go" by Kazuo Ishiguro



Ganz schwer ist es jetzt aber trotzdem, etwas über das Buch zu schreiben, denn ein Teil des Lesevergnügens liegt darin, bestimmte Dinge selbst herauszufinden, die aber ein wichtiger Teil der Geschichte sind. Also verraten kann ich folgendes:

Erzählt wird die Geschichte von einer 30 jährigen Frau namens Kathy, die als Pflegerin arbeitet und von ihrer Kindheit an einem Internat namens "Hailsham" in England war. Das Leben dieser Kinder dort ist von einer sehr "grausamen" Tatsache überschattet, die ihr späteres Leben bestimmen wird oder eben schon bestimmt hat. Diese Kinder wachsen aber ziemlich behütet in dieser Schule auf und erst nach und nach erfahren sie -und mit ihnen der Leser- zu was sie geboren sind und was sie später alle tun müssen. Die politisch-ethischen Aspekte dieser "Sache" werden eigentlich erst am Ende des Buches aufgeworfen, mögen aber vielleicht eine Wendung in der Meinung des Lesers hervorrufen.

Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, es ist sehr gut geschrieben (ich kann hier nur für die englische Original sprechen) und lässt sich gut lesen. Nun die Geschichte selbst.... es ist ein sehr spezielles Thema, das Ishiguro hier gewählt hat und kam mir anfangs sehr suspekt vor. Als Leser habe ich die ganze Geschichte als ziemlich unmoralisch befunden, doch Ishiguro schreibt im letzten Kapitel einige durchaus interessante Dinge, die mich meine Meinung jedenfalls teilweise nochmals überdenken liess. Es ist ein Buch, wie ich es noch niemals gelesen hatte und so interessant, dass ich es praktisch nicht mehr zur Seite legen wollte, so habe ich es auch innerhalb von wenigen Tagen schon ausgelesen. Die "Tatsache", die man bei jeder Seite im Hinterkopf behält, macht die Geschichte zwar furchtbar traurig, doch ab und an kann man auch mit den Charakteren hoffen und fühlt sich ihnen dabei ganz nahe. Ich kann es wirklich jeden empfehlen!

Und, wie schrecklich war diese erste Book-Review? Allzu schlimm?

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